Auf Erzählwegen lassen sich gut Kurztexte und Bilder zu einem gemeinsamen Thema präsentieren und ins Gespräch bringen. Besonders spannend ist das, wenn diese Texte und Bilder zuvor in einem gemeinsamen kreativen Prozess entstehen. Das macht Kindern und Erwachsenen gleichermaßen Spaß und trägt spielerische Elemente in sich, mit denen es gilt, einen Text nach zuvor vereinbarten Regeln zu gestalten. Ein bisschen Knobelei gehört dazu – wobei die Regeln für die gemeinsame Aufgabe frei zu variieren sind.

Ein Beispiel für Baum-Bilder aus Wald-Worten:

Am Anfang steht die Wahrnehmung: Was gibt es im Wald zu sehen und zu hören? Wir lauschen, riechen, fühlen, entdecken – und wir kennen Wörter, mit denen wir davon erzählen können. Spielerisch kann mit den so gesammelten Wörtern eine Verdichtung geschehen, eine Konzentration der Gedanken auf einen Moment, auf ein Phänomen, das dort im Wald von Bedeutung ist. Ein Waldwort, das auf diese Weise gefunden wurde, lautet z.B. “Moospolster”.

In einem Mix aus einer Art Akrostichon (hier sind auch Silben am Zeilenanfang erlaubt) und einem Figurengedicht nach dem Bauplan “1-2-3-1-1-1-” (Wörter pro Zeile = Baumkrone auf Baumstamm) entsteht zu “Moospolster” (von oben nach unten gelesen) nun ein gedichtetes Baum-Bild, das zugleich eine Momentaufnahme oder Stimmung aus dem Wald beschreibt.

Probiert es einfach mal aus! Klingt vielleicht kompliziert, ist aber spielerisch gut zu lösen und kann als Ausstellung auf einem Erzählweg einen ganzen Wald von verdichteten Baum-Bildern ergeben – mit vielen spannenden Miniaturen und Beobachtungen aus der Natur.

Kreativ-Idee für Große und Kleine: Baum-Bilder mit Wald-Worten malen